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Fragen und Antworten zum Thema
Dachsanierung:
Polyurethan-Ortschaum
Wie lange hält
erfahrungsgemäß ein geschäumtes Dach?
Kann ein geschäumtes Dach begangen werden?
Kann man eine Dachterrasse schäumen und als solche
nutzen?
Welchen Einfluss hat eine Beschäumung auf die Statik?
Ist der Polyurethanschaum wasserdicht?
Ist Polyurethanschaum im Falle von Abriss Sondermüll?
Enthält Polyurethanschaum gesundheitsschädliche Stoffe?
Wie sollte der Untergrund beschaffen sein?
Kann ich eine Schaumisolierung selbst durchführen?
Welche Schichtstärke ist erforderlich?
Welche Vorbereitungen sind bauseits zu treffen?
Warum warnt mich mein Dachdecker vor einer
Dachbeschäumung?
Was heißt "dachabdichtende Wärmedämmung"?
Picken Vögel Löcher in das geschäumte Dach?
Und was kostet das?
Polyurethan-Elastomer MARISEAL
Was ist Elastomer?
Wie wird Elastomer verarbeitet?
Welche Anforderungen werden an den Untergrund gestellt?
Wie lange hält MARISEAL?
Welche Farben sind erhältlich?
Muss MARISEAL auf Dächern mit Vollarmierung verarbeitet
werden?
Kann Elastomer ein durchfeuchtetes Schaumdach retten?
Kann Elastomer zur Abdichtung von Balkonen und
Terrassen eingesetzt werden?
Ist MARISEAL als Dachabdichtung mit konventionellen
Folien vergleichbar?
Worin besteht der Unterschied zwischen MARISEAL 250 und
MARISEAL 200?
Wie lange hält
erfahrungsgemäß ein geschäumtes Dach?
Polyurethanschaum ist nicht UV-stabil. In der Praxis heißt das,
durch die Sonne würde der Schaumstoff langsam zerstört, wenn er nicht
vor UV-Einwirkung geschützt wird. So lange der UV-Schutz intakt ist,
verändert sich der Schaum nicht. Konventionelle UV-Schutzfarben, meist
als Dispersionen verfügbar, müssen in relativ kurzen Abständen
erneuert werden. Das wollen wir unseren Kunden nicht zumuten. Deshalb
verwenden wir fast ausschließlich als Endbeschichtung Elastomer! Die
ältesten geschäumten Dächer sind ca. 40 Jahre alt. Übrigens, alte
Schaumdächer, die noch mit konventionellen Farbanstrichen behandelt
sind, können in den meisten Fällen mit Elastomer nachbe-handelt
werden!
Kann ein geschäumtes Dach
begangen werden?
Grundsätzlich ja. Ein Dach muss zu Wartungs- und Kontrollzwecken
begehbar sein. Bei Begehen sollte aber darauf geachtet werden, dass
Schuhwerk mit möglichst weichen Sohlen getragen wird. Wenn auf dem
Dach z.B. eine Leiter aufgestellt werden soll, muss unter der Leiter
eine Lastverteilung (Bretter) vorgesehen werden.
Kann man eine Dachterrasse
schäumen und als solche nutzen?
Grundsätzlich ja, es müssen aber Vorkehrungen getroffen werden,
dass der Schaum mechanisch nicht beschädigt wird. Hier eignen sich
z.B. Holzböden als Nutzfläche oder Steinplatten auf sandgefüllten
Säckchen verlegt. Punktbelastungen durch Tische und Stühle müssen
vermieden werden.
Welchen Einfluss hat eine
Beschäumung auf die Statik?
In der Regel keinen. Bei der Beschäumung von Dächern wird das
Flächengewicht pro m² um etwa 2,5 Kg erhöht. Da der Schaumstoff aber
im Prinzip selbsttragend ist, wird die Statik in vielen Fällen eher
verbessert. Mit der Beschäumung wird ein Verbundelement hergestellt.
Ist der Polyurethanschaum
wasserdicht?
Ja. Der fertige Schaumstoff ist wasserdicht, verfügt aber über
eine ausgezeichnete Diffusionsfähigkeit (atmungsaktiv). Bei richtiger
Verarbeitung beträgt die max. Wasseraufnahme 5Vol.%.
Ist Polyurethanschaum im
Falle von Abriss Sondermüll?
Nein. Polyurethanschaum wird aus 2 Komponenten hergestellt. Nach
der Reaktion der beiden Komponenten ist der Schaumstoff chemisch
gesehen völlig neutral. Bei der Abfallentsorgung wird er wie
gewöhnlicher Hausmüll behandelt.
Enthält Polyurethanschaum
gesundheitsschädliche Stoffe?
Nein. Der fertige Schaum ist chemisch völlig neutral. Er enthält
keinerlei Stoffe, die im Laufe der Zeit austreten und
Gesundheitsschäden verursachen können. Übrigens: Polyurethan finden
Sie in verschiedenen Formen im Alltagsgebrauch überall: als
"Schaumgummi", im Fahrzeugbau (Armatu-renträger, Sitze, Polster etc.),
in der Medizin (Prothesen), Industrieboden, Isolierung bei Kühlschrank
und Kühltruhe etc.
Wie sollte der Untergrund
beschaffen sein?
Der zu beschäumende Untergrund sollte sauber (meist genügt
besenrein), fest (keine losen Teile) und trocken sein. Trocken ist
dabei der wichtigste Punkt, weil das flüssig aufgespritzte
Reaktionsgemisch mit Feuchtigkeit reagieren würde.
Kann ich eine
Schaumisolierung selbst durchführen?
Nein. Für die Verarbeitung ist eine relativ aufwendige
Maschinentechnik erforderlich. Die von uns verarbeiteten Schaumsysteme
sind immer zweikomponentig. Über die Verarbeitungsmaschine werden die
beiden Ausgangsrohstoffe exakt dosiert, beheizt und über 100 m lange
Schlauchleitungen der Spritzpistole zugeführt.
Welche Schichtstärke ist
erforderlich?
Die Schichtdicke richtet sich nach dem gewünschten Ergebnis. Wenn
das Ziel eine zuverlässige Abdichtung ist und Wärmedämmung keine Rolle
spielt, genügt eine Beschichtungsdicke von 15 bis 20 mm, bei
Wärmedämmung beträgt die Mindestdicke 35 mm. Es kann je nach
Erfordernis jede gewünschte Schichtdicke aufgetragen werden.
Welche Vorbereitungen sind
bauseits zu treffen?
Der Bauherr muss dafür sorgen, dass genügend Strom bereitsteht:
380V/32A. Darüber hinaus muss der Bauherr dafür sorgen, dass während
der Verschäumungsarbeiten keine Fahrzeuge im unmittelbaren Umkreis
geparkt werden. Weitere bauseitige Leistungen werden auftragsbezogen
mit dem Bauherrn abgesprochen.
Warum warnt mich mein Dachdecker vor einer
Dachbeschäumung?
Das hat verschiedene Gründe. Es ist sicher richtig, dass es
geschäumte Dächer gibt, die wirklich nicht in Ordnung sind. Entweder
hat hier der Verarbeiter unqualifiziert gearbeitet oder das Dach ist
noch mit konventionellem UV-Schutz beschichtet und der wurde nicht
gewartet. Das kommt häufig vor, wenn das Objekt z.B. den Besitzer
gewechselt hat und der neue Eigentümer von der notwendigen Wartung
nichts wusste. Oft ist aber auch der Grund, dass der Eigentümer die
Notwendigkeit einer Nachbeschichtung nicht gesehen hat, weil sein Dach
ja noch dicht war, und das trotz schlechtem Zustand der
UV-Schutzbeschichtung.
Der Hauptgrund für die Warnungen der Dachdecker ist aber wohl der,
dass sie im Normalfall einen Reparaturkunden verlieren! Ein
geschäumtes Dach mit Elastomer als UV-Schutz ist weitestgehend
wartungsfrei! Auch ein altes Schaumdach kann in den meisten Fällen mit
einer Elastomer- Nachbeschichtung saniert werden.
Übrigens: Die häufigsten Gründe, warum sich ein Bauherr für
eine Dachsanierung mit Polyurethan-Ortschaum und Elastomer entscheidet
sind der unschlagbar günstige Preis und die Verärgerung über ständige
Reparaturen der konventionellen Dachabdichtung!
Was heißt "dachabdichtende Wärmedämmung"?
Hier hat der aufgespritzte Polyurethan-Schaum neben Wärmedämmung
auch gleichzeitig die Funktion der Dachabdichtung. Der große Vorteil
dieses Verfahrens besteht darin, dass die Dachoberfläche durch die
außenseitige Dämmung in erheblichem Maße thermisch beruhigt wird. Hohe
Aufheizung durch Sonne und plötzlichen Regen führen zu
Temperaturstürzen, die sich jetzt nicht mehr auf das Dach auswirken.
Der Polyurethan-Schaum fängt die Schwankungen ab.
Picken Vögel Löcher in das geschäumte Dach?
In einigen Regionen, und das ist in Deutschland ganz
unterschiedlich, ist das Thema "Vogelpick" tatsächlich ein Problem.
Einerseits soll die oberste Deckschicht möglichst elastisch sein,
andererseits soll sie aber auch hart genug sein, um mechanischen
Beschädigungen, und darunter fällt "Vogelpick", entgegenzuwirken. Wenn
"Vogelpick" zu befürchten ist, bieten wir an, in die noch flüssige
Elastomer- Deckschicht einen geeigneten Schiefersplitt einzustreuen.
Dieser wird mittels modifizierter Sandstrahlgebläse gleichmäßig in die
stark klebrige Elastomerschicht eingeblasen. Die einzelnen Partikel
Schiefersplitt verkleben intensiv mit dem Elastomer und bilden eine
harte, von Vögeln unangreifbare Deckschicht. Optisch gutes Aussehen
und dauerhafter UV- Schutz sind dabei angenehme Nebeneffekte.
Und was kostet das?
Da jedes Dach anders ist, die Problem- und Aufgabenstellung
variiert und das zu berücksichtigende Umfeld jeweils unterschiedlich
ist, kann ein allgemeiner Preis nicht wirklich benannt werden. Daher
sind wir dazu übergegangen, jedes Dach einzeln zu bewerten und zu
kalkulieren. Als Kunde haben Sie mit unserem Festpreisangebot
Planungssicherheit. Weitere Kosten, als die in unseren Angeboten
ausgewiesenen, entstehen nicht!
Was ist Elastomer
?
Polyurethan-Elastomer MARISEAL ist ein flüssiger Kunststoff, der
auf dem Dach eine hochelastische, selbstklebende Abdichtungsfolie
bildet. MARISEAL reagiert nach Art der Polymerisation, ist absolut
weichmacherfrei und eignet sich für annähernd alle Oberflächen von
Dächern. Die fertige Beschichtung ist naht- und fugenlos und zeichnet
sich durch sehr hohe Elastizität und Diffusionsfähigkeit aus..
Wie wird Elastomer
verarbeitet?
MARISEAL ist einkomponentig und kann mit Lammfellrolle, Pinsel,
Besen oder im Airless-Spritzverfahren verarbeitet werden.
Welche Anforderungen
werden an den Untergrund gestellt?
MARISEAL kann auf jedem Untergrund verarbeitet werden, der sauber,
fest und trocken ist. Bei porösen Untergründen kann MARISEAL stark
verdünnt aufgetragen werden. Es können aber auch geeignete Primer,
z.B. MARIPUR 7000, eingesetzt werden. Der Einzelfall ist zu prüfen.
Wie lange hält MARISEAL?
MARISEAL ist ein aromatisches Polyurethan-System. Die Abwitterung
beträgt pro Jahr lt. Langzeitgutachten Universität Athen 0,5%. In der
Praxis heißt das: ohne Berücksichtigung anderer Umwelteinflüsse hat
eine ursprünglich 1,2 mm dicke Elastomerschicht nach 20 Jahren
UV-Einstrahlung noch eine Schichtdicke von 1,08 mm und nach 30 Jahren
1,03 mm. Bei größeren Ursprungsdicken verhält sich die Abwitterung
proportional.
Welche Farben sind
erhältlich?
Wir empfehlen für Dächer die Farbe silbergrau, die sich in unseren
Breiten besonders gut bewährt hat. Andere, aber nicht lagermäßig
geführte Farben sind: weiß, grau, grün, blau und rot.
Muss MARISEAL auf Dächern
mit Vollarmierung verarbeitet werden?
Die aktuellen Flachdachrichtlinien sagen hierzu ja. Diese Aussage
bedarf aber einiger Erklärungen. Von entscheidender Bedeutung
bezüglich der Langlebigkeit ist die sog. Trockenfilmdicke. Diese
sollte 1,2 mm nicht unterschreiten. Bei Vollarmierung mit Gewebevlies
wird dieser Wert immer erreicht. Ohne Armierung sind deutlich dünnere
Schichten möglich und somit auch schädlich für das Dach. Allerdings
nimmt die Vollarmierung dem Elastomer seine hohe Elastizität. Ein
guter Kompromiss ist der, dass mit Gewebevlies an Anschlüssen,
Dachdurchbrüchen und bei besonders kritischen Dachbereichen gearbeitet
wird. Auf der Restfläche muß dann aber dafür gesorgt werden, dass die
Mindestdicke von 1,2 mm eingehalten wird. Wenn bei einem Bitumendach
nicht sichergestellt werden kann, daß alle Überlappungen in
ausreichender Schichtdicke hergestellt werden, empfehlen wir auch hier
mit Armierung zu arbeiten.
Kann Elastomer
ein durchfeuchtetes Schaumdach retten?
Ja. Für durchfeuchtete Schaumdächer bieten wir das
Spezialelastomer MARISEAL 200 an. Dieses kann direkt auf
feuchten Untergrund aufgebracht werden. MARISEAL 200 ist in der
Lage, pro m² in 24 Stunden etwa 25 g Wasser aus dem Untergrund
verdunsten (ausdiffundieren) zu lassen. Die ausgezeichnete
Klebehaftung auch auf feuchtem Untergrund verhindert Blasenbildung in
der Dachhaut.
Kann Elastomer
zur Abdichtung von Balkonen und Terrassen eingesetzt werden?
Grundsätzlich ja. Bei der Abdichtung von Balkonen sind aber
besondere Arbeitsweisen anzuwenden. Bei Bedarf wird einer unserer
Techniker gerne Hilfestellung geben.
Ist MARISEAL als
Dachabdichtung mit konventionellen Folien vergleichbar?
Konventionelle Folien bestehen aus Bahnen, die auf dem Dach
verschweißt werden. Die Befestigung am Untergrund erfolgt entweder
mechanisch (z.B. durch Verdübelung) oder durch Gewicht (lose verlegt
mit Kiesschüttung). Bei Dachrändern und Wandanschlüssen werden Folien
mit Aluprofilen befestigt.
MARISEAL ist selbstklebend und bildet auf dem Dach eine naht- und
fugenlose Folie. Selbst bei Beschädigung gibt es kein Unterwandern
durch Feuchtigkeit. Die mechanischen und physikalischen Eigenschaften
sind durchaus vergleichbar.
Worin besteht der
Unterschied zwischen MARISEAL 250 und MARISEAL 200?
MARISEAL 250 ist das Standard-System. Es sollte in Schichtdicken
von max. 0,7 mm aufgebracht werden. Größere Schichtdicken können zum
Aufbrechen der Haut führen, weil die Lösemittel nicht entweichen
können. Der Untergrund sollte weitestgehend trocken sein.
MARISEAL 200 ist ebenfalls einkomponentig, obwohl vor der
Verarbeitung eine zweite Komponente zugegeben wird. Diese hat aber
keinen Einfluß auf die Reaktion, macht also das System nicht
"schneller" oder "langsamer". MARISEAL 200 kann in einem
Arbeitsgang in jeder beliebigen Schichtdicke aufgetragen werden. Der
Untergrund kann auch feucht sein. Beide Systeme sind übrigens
airlessfähig.
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